Maka Hannya shin gyo

Maka Hannya Shin Gyo: – Herzsutra
Das Herzsutra ist einer der wichtigsten Texte des Mahayana Buddhismus. Er wird von allen Schulen rezitiert vom Zen bis hin zu den esoterischen Schulen. Die zentrale Botschaft ist, dass es möglich ist, in die völlige Freiheit des Geistes und die Freiheit vom Leiden zu gelangen. Eines von vielen Beispielen aus einem Zentempel in Japan:

Hier der Text:

MAKA HANNYA HARAMITA SHINGYŌ
KAN JI ZAI BŌ SATSU GYŌ JIN
HAN NYA HA RA MI TA
JI SHŌ KEN GO UN KAI KŪ
DO IS SAI KU YAKU

SHA RI SHI
SHIKI FU I KŪ KŪ FU I SHIKI
SHIKI SOKU ZE KŪ
KŪ SOKU ZE SHIKI
JU SO GYŌ SHIKI
YAKU BU NYO ZE

SHA RI SHI
ZE SHO HŌ KŪ SŌ FU SHŌ FU
METSU FU KU FU JŌ FU ZŌ FU
GEN ZE KO KŪ CHŪ MU SHIKI
MU JU SŌ GYŌ SHIKI
MU GEN NI BI ZE SHIN I MU SHIKI
SHŌ KŌ MI SOKU HŌ MU GEN
KAI NAI SHI MU I SHIKI KAI
MU MU MYŌ YAKU
MU MU MYŌ JIN
NAI SHI MU RŌ SHI YAKU
MU RŌ SHI JIN
MU KU SHŪ METSU DŌ
MU CHI YAKU MU TOKU
I MU SHO TOKU KO
BO DAI SA TA E
HAN NYA HA RA MI TA
KO SHIN MU KEI GE
MU KEI GE KO
MU U KŪ FU ON RI IS SAI
TEN DŌ MU SŌ KŪ GYŌ
NE HAN SAN ZE SHO BUTSU
E HAN NYA HA RA MI TA KO
TOKU A NOKU TA RA SAN
MYAKU SAN BO DAI
KO CHI HAN NYA HA RA MI TA
ZE DAI JIN SHU ZE DAI MYŌ
SHU ZE MU JŌ SHU ZE MU TŌ
DŌ SHU NŌ JO IS SAI KU
SHIN JITSU FU KO KO SETSU
HAN NYA HA RA MI TA SHU
SOKU SETSU SHU WATSU
GYA TEI GYA TEI HA RA GYA
TEI HA RA SŌ GYA TEI
BO JI SO WA KA

HAN NYA SHIN GYŌ

Eine mögliche Übersetzung stammt aus der Schule des Sōto Zen.

Bodhisattva Avalokitesvara, tief in der Übung der
alles übersteigenden Weisheit erkannte klar, dass alle fünf
Seinsarten leer sind, so alles Leiden lindernd.
Sariputra:
Form unterscheidet sich nicht von Leere, Leere unterscheidet sich
nicht von Form. Form selbst ist Leere, Leere selbst ist Form.
Das gleiche gilt für Empfindung, Wahrnehmung, Wollen und
unterscheidendes Denken.
Sariputra: alle Dinge sind gekennzeichnet durch Leere,
weder entstehen noch vergehen sie,
sie sind weder befleckt noch rein, nehmen weder zu noch ab.
Daher ist in der Leere keine Form, keine Empfindung,
Wahrnehmung, Wollen oder unterscheidendes Denken; kein
Auge, Ohr, Nase, Zunge oder Körper; keine Farbe, Ton, Duft
oder Geschmack. Weder Berührbares noch Vorstellung, weder
ein Bereich des Sehens …. noch ein Bereich des Denkens. Es
gibt weder Unwissenheit noch Auslöschung von Unwissenheit
…. weder Alter und Tod, noch Auslöschung von Alter und Tod;
kein Leiden, keine Ursache, kein Aufhören, keinen Weg; kein
Wissen und kein Erlangen. Weil es nichts zu erlangen gibt,
vertraut ein Bodhisattva auf Prajna Paramita, und so ist der
Geist ohne Hindernis. Ohne Hindernis gibt es keine Furcht.
Weit jenseits aller verkehrten Ansichten verwirklicht man
Nirvana. Alle Buddhas der Vergangenheit, Gegenwart und
Zukunft vertrauen auf Prajna Paramita und erreichen so
unübertroffene, vollständige, vollkommene Erleuchtung. Wisse
daher, dass die transzendente Weisheit das grosse wundertätige
Mantra ist, das grosse strahlende Mantra, das höchste Mantra,
das unvergleichliche Mantra, das alle Leiden nimmt und wahr,
nicht falsch ist.
Daher verkünden wir das Prajna Paramita Mantra, das Mantra das
Lautet:
„Gate Gate Paragate Parasamgate Bodhi Svaha«

Kommentar:
Das Mantra, das am Ende des Sutra in Sanskrit mit japanischer Aussprache zitiert wird lautet übersetzt:

Gegangen, gegangen, hinübergegangen,
vollends hinübergegangen,
Erwachen – leuchte auf!

japanische Aussprache:

GYA TEI GYA TEI HA RA GYA
TEI HA RA SŌ GYA TEI
BO JI SO WA KA

Rezitationstext aus der Übersetzung von Prabhasa Dharma Roshi (Gisela Widmer)

Das Herz der vollkommenen Weisheit Sutra

Avalokitesvara Bodhisattva, in tiefste Weisheit versenkt, erkannte, daß die fünf Skandhas leer
sind und verwandelte damit alles Leid und allen Schmerz.
Sariputra! Form ist nichts anderes als Leere, und Leere ist nichts anderes als Form. Form ist
identisch mit Leere und Leere ist identisch mit Form. Und so ist es auch mit Empfindung,
Wahrnehmung, geistiger Formkraft und Bewußtsein.
Sariputra! Alle Dinge sind in Wahrheit leer. Nichts entsteht und nichts vergeht. Nichts ist
unrein, nichts ist rein. Nichts vermehrt sich und nichts verringert sich. Es gibt in der Leere
keine Form, keine Empfindung, Wahrnehmung, geistige Formkraft und kein Bewußtsein,
keine Augen, Ohren, Nase, Zunge, Körper oder Geist; es gibt nichts zu sehen, hören, riechen,
schmecken, fühlen oder denken, keine Unwissenheit und auch kein Ende der Unwissenheit,
kein Altern und keinen Tod, noch deren Aufhebung, kein Leiden und keine Ursache des
Leidens, kein Auslöschen und keinen Weg der Erlösung, keine Erkenntnis und auch kein
Erreichen. Weil es nichts zu erreichen gibt, leben Bodhisattvas Prajna Paramita und ihr Geist
ist unbeschwert und frei von Angst.
Befreit von allen Verwirrungen, allen Träumen und Vorstellungen, verwirklichen sie
vollständiges Nirvana.
Alle Buddhas der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft leben Prajna Paramita und
erreichen damit die höchste Erleuchtung. Erkenne deshalb, daß Prajna Paramita das große
Mantra ist, das strahlende Mantra, das unübertroffene Mantra, das höchste Mantra, das alles
Leiden stillt. Dies ist die Wahrheit, die Wahrheit ohne Fehl. deshalb sprich das Prajna
Paramita Mantra:
Gate, gate, paragate, parasamgate, bodhi, svaha!

Maka Hannya Haramitta Shin Gyo
Herz-Sutra Übersetzung nach Fumon S. Nakagawa

Der Bodhisattva Avalokiteshvara 
hatte sich in die Übung der tiefen prajna-Weisheit versenkt
und erkannte, daß alle fünf skandhas Leerheit sind. 
So gelangte er über alles Leiden hinaus.

Höre, Shariputra!
Form ist Leerheit, Leerheit ist Form.
Form unterscheidet sich nicht von Leerheit,
Leerheit unterscheidet sich nicht von Form.
Was daher Form ist, das ist Leerheit, 
was Leerheit ist, das ist Form.
Das gilt für alle fünf skandhas gleichermaßen:
für Körper, Empfindung, Wahrnehmung, Willensimpulse und für Bewusstsein.

Höre, Shariputra!
Alle Dinge dieser Welt erscheinen als Form und als Substanz.
Das ist nichts anderes als ihre Leerheit:
Sie entstehen nicht und vergehen nicht.
 Sie sind weder rein noch unrein.
 Sie nehmen nicht zu und nehmen nicht ab.
 In der Leerheit gibt es also keinen Körper,
keine Empfindung, keine Wahrnehmung,
keinen Willensimpuls und kein Bewußtsein.
Es gibt weder Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper noch Geist, weder Formen, Töne, Duft, Geschmack, Berührbares noch Denkbares.
 Es gibt weder die Welt der Sinne noch die Welt des Bewusstseins. 
Da ist auch keine Unwissenheit und kein Ende von Unwissenheit.
 Da gibt es weder Alter und Tod noch die Überwindung von Alter und Tod;
kein Leiden, keine Ursache, kein Ende des Leidens und auch
keinen Weg, der zum Ende des Leidens führt.
In der Leerheit ist kein Erkennen und kein Erreichen,
weil es da nichts zu erreichen gibt.
Die Bodhisattvas leben aus dieser tiefen prajna-Weisheit,
nichts hemmt Ihren Geist, und aus dieser Freiheit sind sie ohne Furcht. Jenseits aller Illusionen haben sie nirvana vollendet.
Die Erwachten der drei Welten, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, folgen der prajna-paramita-Weisheit und erwachen zur höchsten Erleuchtung, vollkommen und unübertroffen.
Darum erkenne:
diese prajna-paramita-Weisheit ist das große Mantra,
das hell strahlende Mantra, das unübertroffene Mantra, 
das Mantra jenseits aller Dualität, wo alles Leiden aufhört,
Wahrheit, an der nichts fehlt.
Das ist das Wort, gesprochen aus der tiefen Prajna-Weisheit:
Gate gate paragate
 parasamgate
 bodhi svaha.

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